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Anis

Wissenschaftlicher Name: Pimpinella anisum
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (z. B. Anethol)
Anwendungsgebiete: Blähungen, Bronchitis, trockener Husten
Anwendungsarten: Fruchtauszug in Tees, Tropfen, auch als Genussmittel (Ouzo, Anisette) oder als Gewürz, als Öl zum Inhalieren

Wissenswertes:
Der „kleine“ Anis, auch als „süßer Kümmel“ bekannt, stammt aus Asien. Die krautige Pflanze wird etwa einen halben Meter hoch. Ihre Früchte werden nicht nur als Gewürze für Spirituosen und Speisen genutzt, sondern sind in Tees und Tropfen sowie als Öl beliebte Helfer bei Blähungen oder Erkrankungen der oberen Atemwege.

Arnika

Wissenschaftlicher Name: Arnica montana
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavone, Procyanidine, Helenalin, Arnicin, Beta-Sitosterol, Kampfer, Flavonoide, Inulin
Anwendungsgebiete: Atmungsorgane, Verdauungsorgane, Stoffwechsel, Herz/Kreislauf
Anwendungsarten: Tinktur, Tee, Äusserlich

Wissenswertes:
Die Arnika wird auch Bergwohlverleih genannt. Wohl weil sie vorwiegend in den Bergen wächst. Im Hochschwarzwald und den Vogesen gibt es einige Stellen, in denen sie reichlich vorkommt und die Wiesen leuchtend gelborange überzieht.

Die Arnika ist eine starke Pflanze, die hauptsächlich äußerlich als Tinktur eingesetzt wird.

Achtung! Arnika ist so scharf, daß sie in vielen Fällen am besten verdünnt angewendet wird. Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Arnika. Für die, die sie vertragen ist sie jedoch ein starkwirkendes Mittel bei Verletzungen aller Art.


Artischocke

Wissenschaftlicher Name: Cynara scolymus
Inhaltsstoffe: Bitterstoff, Enzyme, Flavonoide, Gerbsäure, Inulin
Anwendungsgebiete: Blähungen, Übelkeit, Gallenschwäche, Gallensteine, Leberschwäche, Blutzucker senkend, Diabetes
Anwendungsarten: Säfte, Tees, Trockenextrakte und Tinkturen

Wissenswertes:
Artischocken sind ein wohlschmeckendes Edelgemüse, doch die Meisten kennen nur die eingedosten Böden als Belag für Pizza. Das Essen der frischen Knospen-Köpfe ist hingegen ein vergnügliches, kulinarisches Abenteuer.
Ausserdem sind Artischocken auch Heilpflanzen, denn sie fördern die Arbeit von Leber und Galle. Auch bei Diabetes können sie unterstützend helfen.

Baldrian

Wissenschaftlicher Name: Valeriana officinale
Inhaltsstoffe: Baldriansäure u.a.
Anwendungsgebiete: Beruhigung von Nervensystem und Körper, Schlaflosigkeit, Nervosität, Magenkrämpfe, Reizmagen, Migräne, Wechseljahrbeschwerden,
Anwendungsarten: Tee, Tinktur oder Pulver

Wissenswertes:
Hoch reckt der Baldrian seine schlanken kräftigen Stiele auf denen sich luftige rosafarbene Blüten sanft im Winde wiegen.
Die Büten duften zart und angenehm. Immer wenn mir ein blühender Baldrian am Wegesrand begegnet, schnuppere ich ein wenig an den Blüten und freue mich.
Bei diesen zarten Düften und dem luftigen Erscheinungsbild wundert es nicht, daß Baldiran zart beruhigend aufs Nervensystem und den Körper wirkt.

Biotin (Vitamin H)

Funktion im Körper: Beeinflussung der Stoffwechselprozesse, Hilfe bei der Glukosesynthese, bei Zellwachstum und Zellteilung sowie beim Abbau von Amino- und Fettsäuren

Wissenswertes:
Biotin gehört zu den Vitaminen der B-Gruppe. Es kann in der Darmflora gebildet und zusätzlich über die Nahrung aufgenommen werden. Es kommt im menschlichen Körper in verschiedenen Organen und Geweben vor. Mangelerscheinungen sind selten. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung schätzt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Biotin auf zwischen 30 und 60 Mikrogramm. Enthalten ist das B-Vitamin vor allem in Hülsenfrüchten, Hefeprodukten, Nüssen, Nieren und Leber.

Birke

Wissenschaftlicher Name: Betula alba
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamin C, Harz, Saponine, Flavone
Anwendungsgebiete: Niere-Blasenbereich, Haut- und Haare
Anwendungsarten: Birkentee, Birkensaft, Birkenkohle

Wissenswertes: Von alters her gilt die Birke als heiliger Baum, der für die Fruchtbarkeitsfeste im Frühling die jungfräuliche Göttin symbolisiert. Selbst heute noch werden in den Dörfern am ersten Mai Maibäume aufgestellt und der Frühling gefeiert.
Vermutlich liegt die Zuordnung der Birke als Jungfrau an der weissen Rinde, die bei jungen Birken sehr zart und seidig ist.
In der Heilkunde werden die Blätter der Birke vor allem im Nieren-Blasen-Bereich und für Haut und Haare eingesetzt.

Chondroitin (Chondroitinsulfat)

Funktion im Körper: Als Bestandteil von Aggrecan bildet Chondroitinsulfat einen Großteil der Knorpelmasse. Die eng gepackten, stark geladenen Sulfatgruppen führen zu elektrostatischer Abstoßung der einzelnen, welche einen Großteil des Widerstands der Knorpel gegen Kompression bedingt. Verlust des Chondroitinsulfat aus den Knorpeln ist eine der häufigsten Ursachen für Arthrose.

Wissenswertes: Klinische Studien haben keine signifikanten Nebenwirkungen oder Überdosierungen mit Chondroitinsulfat feststellen können.

Eukalyptus


Wissenschaftlicher Name: Eucalyptus globulus
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Gerbstoffe, Triterpene
Anwendungsgebiete: Festsitzender Husten, Bronchitis, Muskel- und Weichteilrheuma
Verwendung: Blätter in Tee, Öl zur Inhalation, zum Einreiben, in Badezusätzen

Wissenswertes:
Koalabären ernähren sich fast ausschließlich von Eukalyptus-Blättern. Ursprünglich in Australien heimisch, wächst der Baum als Plantagenholz mittlerweile auch in den klimatisch gemäßigteren Zonen Europas. Für die Pflanzenmedizin sind nicht die herz- oder eiförmigen Jugendblätter, sondern nur die langen, sichelförmigen Folgeblätter geeignet. Aus ihnen wird ein stark riechendes ätherisches Öl gewonnen, das in Inhalationen, Einreibungen oder Badezusätzen vor allem bei Atemwegserkrankungen eingesetzt wird. Für Kinder unter zwei Jahren sind Präparate mit Eukalyptus nicht geeignet.

Feigendistelkaktus

Wissenschaftlicher Name: Opuntia ficus-indica
Inhaltsstoffe: Balaststoffe, Betakarotin, Beta-Sitosterin, Farbstoffe, Indicaxanthin, Isorhamnetinglucosid, Mineralstoffe, Vitamine
Anwendungsgebiete: Magen- und Darmbereich
Anwendungsarten: Obst, Tee, Blüten, Homöopathie

Wissenswertes:
Der Feigenkaktus ist eine tropische Kaktus-Pflanze aus Nordamerika und ist mittlerweile auch in den Mittelmeerregion zu finden.
Aus den gelben Blüten enstehen aromatische Früchte, deren körniges Fruchfleisch geschmacklich an Birnen erinnern.
Diese balaststoffreichen Früchte stärken und fördern die Verdauung. Die frischen oder getrockneten Blüten sind stärkend.

Fenchel

Wissenschaftlicher Name: Foeniculum vulgare
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl mit Anethol und Fenchon
Anwendungsgebiete: Verdauungsbeschwerden, Husten, auch leichte Entzündungen am Auge
Anwendungsarten: Früchte in Tees

Wissenswertes:
Wenn Babys und Kleinkinder unter Blähungen leiden, ist Fencheltee – natürlich ungesüßt – das milde und meist effektive Mittel der Wahl. Grundlage des Teeaufgusses sind die wie kleine Samenkügelchen aussehenden Früchte der filigranen Pflanze. Ihre Knolle wird in der Mittelmeerküche gern zu Gemüsegerichten verarbeitet. Allerdings muss man den typischen Fenchelgeschmack mögen.

Folsäure (Pteroglutaminsäure)

Funktion im Körper: Mitwirkung beim Aufbau von Blutkörperchen und Zellen; beim Stoffwechsel und beim Abbau der Säure Homocystein, die bei der Verwertung eines Eiweißbausteins im Körper entsteht und den Fettstoffwechsel negativ beeinflussen kann.

Wissenswertes:
Folsäure ist ein Sammelbegriff für mehrere Substanzen, die der Gruppe der B-Vitamine angehören. Im Körper eines Erwachsenen werden etwa 15 Milligramm Folsäure gespeichert. Besonders grünes Blattgemüse wie Spinat, aber auch Leber sind wertvolle Folsäurelieferant. Wegen ihrer wichtigen Funktion für den Aufbau und die Erhaltung der Zellen ist die ausreichende Versorgung mit Folsäure vor allem zu Beginn der Schwangerschaft sehr wichtig.

Glucosamin

Funktion im Körper: Glucosamin wird im Organismus aus Glukose hergestellt und ist chemisch gesehen ein Aminozucker. Die Substanz ist Bestandteil der so genannten Gelenkschmiere und sorgt dafür, dass sie schön zäh bleibt. Denn nur eine zähe Gelenkschmiere ist ein wirkungsvoller Puffer zwischen den Knorpelflächen, was eine wichtige Voraussetzung für eine reibungslose Gelenkfunktion ist. Darüber hinaus versorgt die Gelenkschmiere das Knorpelgewebe mit Nährstoffen und transportiert Abfallstoffe ab.

Wissenswertes: Die Verengung des Gelenkspaltes durch Knorpelverlust ist typisch für den Verlauf einer Arthroseerkrankung. Daher folgern die Wissenschaftler aus ihren Ergebnissen, dass eine langfristige Einnahme von Glucosaminsulfat den Krankheitsverlauf bei Arthrose günstig beeinflussen kann. Ideal wäre eine Kombination von Glucosamin mit Chondroitin, das ebenfalls positive Effekte auf die Gelenkgesundheit zeigt.

Hauhechel

Wissenschaftlicher Name: Ononis spinosa
Inhaltsstoffe: harntreibende Stoffe in der Wurzel
Anwendungsgebiete: Infektionen der ableitenden Harnwege, Nierengrieß, Vorbeugung von Nierensteinen
Anwendungsarten: Aufguss aus der Wurzel, in Tees, in Tabletten oder Dragees

Wissenswertes:
Hauhechel wächst überall in Europa, Amerika und Ostasien. Der Halbstrauch mit kleinen rosa Blüten verbreitet einen unangenehmen Geruch. Das hat aber unsere Vorfahren nicht davon abgehalten, seine pfahlartige Wurzel auszugraben, die in getrockneter Form schon lange als Hilfsmittel bei Infektionen im Bereich der ableitenden Harnwege bekannt ist. In der Volksmedizin wurde sie auch bei Gicht und Rheuma eingesetzt. Hier ist jedoch eine Wirkung nicht nachgewiesen.

Holunder

Wissenschaftlicher Name: Sambucus nigra
Inhaltsstoffe: Glycoside, ätherisches Öl, Flavonoide, Cholin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Gerbsäure, Vitamin C
Anwendungsgebiete: Erkältungskrankheiten, fieberhafte Infekte, Katarrhen der Atemwege
Anwendungsarten: Tee, Saft

Wissenswertes:
Der Holunderbusch wächst besonders gerne in der Nähe von Behausungen, daher ist es meistens recht einfach, ihn zu finden. Von Mai bis Ende Juni entfaltet er seine weissen Blüten-Dolden, die weithin duften.
Als Tee werden seine Blüten gerne für Schwitzkuren bei Fieber und Erkältung eingesetzt.
Die schwarzen Beeren sind sehr Vitamin C haltig und können als Saft, Mus oder Marmelade eingenommen werden.

Hopfen

Wissenschaftlicher Name: Humulus lupulus
Inhaltsstoffe: Hopfenbitter (stickstoffrei), Humulon, Humulen, Lupulon, Lupulin, ätherisches Öl, Gerbsäure, Harze, Campesterol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Eugenol, Farnesol, Isovalerinsäure
Anwendungsgebiete: beruhigende Wirkung, Verdauung, Wechseljahrsbeschwerden
Anwendungsarten: Tee, Tinktur

Wissenswertes:
Der Hopfen ist den meisten wohlvertraut vom Biertrinken. Er ist derjenige, der das Bier so herb macht.
Außerdem ist er teilweise für die beruhigende Wirkung des Biers verantwortlich.
Er ist eine Kletterpflanze mit zackigen Blättern und hübschen grüngelben Zapfen, die das Typische am Hopfen sind. Diese Zapfen werden auch in der Heilkunde verwendet.

Isländisches Moos

Wissenschaftlicher Name: Lichen islandicus
Inhaltsstoffe: Cetrarin, Fumarsäure, Eisen, Schleim, Vitamine, ätherische Öle
Anwendungsgebiete: Hals- und Rachengebiet
Anwendungsarten: Tee, Pulver, Pastillen

Wissenswertes:
Das isländische Moos ist eigentlich gar kein Moos, sondern eine Flechte, aber der Name hat sich inzwischen so sehr eingebürgert, dass er wohl dauerhaft bestehen bleiben wird. Die niedrig wachsende Pflanze verzweigt sich geweihartig, was ihr auch den Namen Hirschhornflechte eingebracht hat.
Die Pflanze wächst nicht nur auf Island, sondern auch in anderen Mittelgebirgen und sogar im Flachland, bevorzugt in Heidegebieten.
Der wichtigste Inhaltstoff des isländischen Mooses ist der Schleim, der sich als Tee eingenommen schützend um Schleimhäute legt und dadurch Reizhusten und Entzündungen der Atemwege lindern kann. Auch Reizzustände der Verdauungsorgane können durch das isländische Moos Linderung erfahren.

Kalzium (Calcium)

Funktion im Körper: Aufbau und Erhaltung von Zähnen und Knochen, Hilfe bei der Blutgerinnung, Steuerung der Aktionspotentiale von Muskeln und Nerven

Wissenswertes:
In der Natur kommt Kalzium nicht in reiner Form, sondern nur in Verbindung mit anderen Elementen vor. Kalzium ist in rund 200 Mineralien enthalten. Es ist der am stärksten vertretene Mineralstoff im menschlichen Körper. Schon ein Baby braucht davon rund 400 Milligramm täglich; ein Erwachsener knapp 1000 Milligramm. Hauptlieferanten für Kalzium sind Milchprodukte. Einen erhöhten Bedarf an Kalzium haben Schwangere, Frauen in den Wechseljahren und Kaffeetrinker. Aber auch phosphatreiche Nahrungsmittel wie z. B. Cola-Getränke oder Wurst entziehen dem Körper Kalzium und erhöhen so den Bedarf an diesem Mineralstoff.

Kamille

Wissenschaftlicher Name: Matricaria chamomilla
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Azulen, Chamazulen, Apiin, Bitterstoffe, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Cumarin, Borneol, Werg, Farnesol, Herniarin, Hyperosid, Oleanolsäure, Salicylate, Salizylsäure, Schwefel, Thujon, Umbelliferon
Anwendungsgebiete: Magenbeschwerden, Blähungen und Krämpfe, Entzündungen der Nasenschleimhäute oder Nebenhöhlen.
Anwendungsarten: Tee, Tinktur, Salbe, Inhalation

Wissenswertes:
Die Kamille ist eine der allerbeliebtesten Heilpflanzen in Europa. Zu Recht verwenden viele Grossmütter die Kamille für alle Arten von Beschwerden, denn sie kann als wahrer Tausendsassa eingesetzt werden.
Leider ist sie in der freien Natur kaum noch anzutreffen, weil sie die Nähe von Getreide liebt, dort aber bekämpft wird.
Die Kamille ist so bekannt, daß wohl jeder ihren typischen Duft kennt.

Kampfer


Wissenschaftlicher Name: Cinnamomum camphora
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl
Anwendungsgebiete: äußerlich bei Muskel- und Gelenkschmerzen, zum Einreiben bei Erkältungen
Verwendung: In Tinkturen und Salben

Wissenswertes:
Immergrün wächst der Kampferbaum in China, Japan und Vietnam bis zu 50 Meter hoch. Seine Blüten sind klein und weiß und duften aromatisch. Bedeutung für die Heilkunde hat jedoch sein Holz. In Wasserdampfdestillation gewinnt man ätherische Öle, zum einen das weiße Kampferöl, das keinen Kampfer mehr enthält und das kampferhaltige schwarze oder auch rote Kampferöl. Weißes Kampferöl wird hauptsächlich in der kosmetischen Industrie zur Herstellung von Seifen u. ä. genutzt.
Bei der Verwendung von Produkten mit dem schwarzen bzw. roten Öl (D-Kampfer) ist Vorsicht angeraten, da sie giftig sind. Kinder unter 14 Jahren sollten keine kampferhaltigen Produkte einnehmen; Kinder unter 2 Jahren sollten überhaupt nicht mit Kampfer (zum Beispiel im Erkältungsbalsam) in Berührung kommen. Auch Gallen- und Leberkranke sowie schwangere und stillende Frauen müssen kampferhaltige Produkte meiden. Außerdem sollte man sie nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen.

Kürbiskerne


Wissenschaftlicher Name: Cucurbita pepo
Inhaltsstoffe: Linolsäure, Linolensäure, Phytosterole (bes. beta-Sitosterol)
Anwendungsgebiete: Beschwerden bei gutartiger Prostata-Vergrößerung, Reizblase
Verwendung: pur, in der Vollwertküche als Zugabe zu Speisen wie Salaten, Mueslis und Gebäck, als Öl in der Küche und in der Kosmetik, in Dragees und Tabletten

Wissenswertes:
Der ursprünglich in Nordamerika heimische Kürbis wird heute auch bei uns in zunehmendem Maße angebaut. Botanisch handelt es sich bei den flaschenförmigen bis kugelrunden Früchten der Kürbispflanze um Beeren. Sie bilden sich in unterschiedlichsten Größen und in Farben zwischen hellgelb, dunkelorange, hellgrün und dunkelgrün an langen Bodenranken. Während Zierkürbisse wegen des hohen Anteils an Bitterstoffen im Fruchtfleisch nicht zum Verzehr geeignet sind, gibt es für die Speisekürbisse mittlerweile zahlreiche Zubereitungsvariationen. Für die Heilkunde interessant sind die Kerne. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren, die sich positiv auf die harnableitenden Funktionen des Körpers auswirken.

Lachsöl


Funktion im Körper: positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem durch Omega-3-Fettsäuren

Wissenswertes:
Die hoch konzentrierten Omega-3-Fettsäuren in Lachsöl gehören zu den "guten Fettsäuren". Sie erhöhen nicht den Cholesterin-Spiegel und bewahren die Gefäße vor Verkalkung. Dafür fehlt zwar noch der wissenschaftliche Nachweis. Allerdings ist offensichtlich, dass Angehörige von Völkern, in denen viel Fisch gegessen wird, seltener unter Krankheiten wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck leiden.

Magnesium

Funktion im Körper: Unterstützt Muskelstoffwechsel und Knochenbildung

Wissenswertes:
Bisher sind etwa 300 Enzyme bekannt, die die Mitarbeit des Mineralstoffs Magnesium brauchen. Das Leichtmetall Magnesium ist vor allem für den inneren Aufbau der Zellen notwendig und ist für die Muskelkontraktion notwendig. Es hilft im Zusammenspiel mit Kalzium das Knochengerüst und die Zähne gesund zu erhalten.
Durch Magnesiummangel können Krämpfe entstehen. Erwachsene über 16 Jahren sollten zwischen 300 und 400 Milligramm Magnesium täglich zu sich nehmen, Kinder bis 4 Jahre 80 Milligramm und ältere Kinder 120 bis 300 Milligramm.

Melisse (Zitronenmelisse)


Wissenschaftlicher Name: Melissa officinalis
Inhaltsstoffe: ätherische Öle (z. B. Citrol und Citronellal), Phenolsäure
Anwendungsgebiete: bei Schlafstörungen, innerer Unruhe, nervös bedingten Magen-Darmstörungen, äußerlich bei Lippenbläschen (Herpes Simplex)
Verwendung: als Gewürz in Getränken, Salaten und Süßspeisen, als Heilmittel in Tee, Salbe, Aroma-Öl

Wissenswertes:
Schon die Römer nutzten die Zitronenmelisse als Heilpflanze und "Bienenweide". Ihren Namen hat die bis zu 80 Zentimeter hohe robuste Pflanze dem starken Zitronengeruch zu verdanken, der sich entfaltet, wenn man die tiefgrünen gesägten Blätter verreibt. Deshalb eignen sich die frischen Blätter gut als Gewürze in erfrischenden Speisen und Getränken. Die in den Blättern enthaltenen Wirkstoffe sind seit langem als beruhigend und schlaffördernd bekannt. Außerdem soll Zitronenmelisse auch den nervösen Magen positiv beeinflussen. Aber Vorsicht bei der Dosierung. Versuche haben ergeben, dass zuviel Melissenwirkstoff die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt.
Ihre antivirale Wirkung entfaltet die Melisse in Salben zur Behandlung von Herpesinfektionen der Haut. Allerdings müssen diese Produkte gleich nach Auftreten der ersten Bläschen angewandt werden, um wirken zu können.

Minze (Pfefferminze)


Wissenschaftlicher Name: Mentha piperita
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (z. B. Menthol), Gerbstoffe, Flavonoide
Anwendungsgebiete: bei Magen-Darm-Beschwerden, Erkältung, äußerlich gegen Kopfschmerzen, zur Erfrischung
Verwendung: als Tee, in Bonbons, Kaugummi, Süßigkeiten,

Wissenswertes:
Unsere heimische Pfefferminze ist eine Mischung aus verschiedenen Minzarten. Sie wird zwischen 50 und 80 Zentimetern hoch. Beim Zerreiben der Blätter entfaltet sie ihren charakteristischen und erfrischenden Duft nach Menthol. Grundlage für Tees und Heilmittel ist das getrocknete Pflanzenkraut. Es ist krampflösend und blähungstreibend und erhöht die Gallensekretion. So hilft es bei zahlreichen Verdauungsbeschwerden. Pfefferminzöl wird außerdem gegen Kopfschmerzen und bei Erkältung eingesetzt. Zum wohlschmeckenden Tee verarbeitet, wirken die Minzblätter einfach erfrischend.

Orthosiphon

Wissenschaftlicher Name: Orthosiphon aristatus
Inhaltsstoffe: lipophile Flavone,  ätherisches Öl, Kaliumsalze
Anwendungsgebiete: Blasen- und Nierenbereich
Anwendungsarten: Tee, Aufgüsse

Wissenswertes:
Die ausdauernde, 40 bis 80 cm hoch wachsende, krautige Pflanze besitzt einen vierkantigen Stängel und längliche Blätter mit grob gesägtem bis gezähntem Rand. Auf der hell graugrünen Blattunterseite erkennt man die kräftig hervortretende Nervatur und drüsige Punktierung. Die blauen bis hellvioletten Lippenblüten sind in Quirlen angeordnet. Charakteristisch sind die auffallend langen Staubblätter, die an einen Katzenbart erinnern.
Medizinisch verwendet werden die kurz vor der Blüte gesammelten und getrockneten Blätter und Stängelspitzen.

Panthenol

Funktion im Körper:
Panthenol erhöht das Feuchthaltevermögen der Haut und hat somit pflegende Eigenschaften und verbessert die Elastizität der Haut. Es unterstützt die Neubildung der Hautzellen und trägt so zur Regeneration bei. Darüber hinaus hat Dexpanthenol auch juckreizlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften.

Wissenswertes:
D-Panthenol ist ein Vitamin der B-Gruppe.
Normalerweise ist es in Weizenkeimen, Getreideerzeugnisen, Eiern, Gemüse, Hefe und Leber enthalten.
Es unterstützt Heilungsprozesse der Haut. Das Zellwachstum der Haut wird beschleunigt; dadurch erneuert sich die Haut schneller.

Riesengoldrute

Wissenschaftlicher Name: Solidago gigantea
Inhaltsstoffe: lavonoide, Saponine, Diterpene
Anwendungsgebiete: Entzündungen der ableitenden Harnwege
Verwendung: in Tees zur Durchspülungstherapie

Wissenswertes:
Die Riesengoldrute wurde als Zierpflanze aus Nordamerika in Europa eingeführt. Aus den Gärten heraus verbreiteten sich die goldgelb blühenden Pflanzen und besiedeln heute auch naturnahe Gebiete wie Gewässer- und Waldränder. Sie werden zwischen 50 und 150 Zentimeter hoch. Die Blüten bilden lange, schmale, überhängende Rispen. Das getrocknete Pflanzenkraut wird zur Herstellung eines Heilpflanzentees benutzt, der zum Durchspülen der ableitenden Harnwege über längere Zeit regelmäßig getrunken werden kann. Die ableitende Wirkung der Pflanzeninhaltsstoffe ist nachgewiesen.

Ringelblume


Wissenschaftlicher Name: Calendula officinalis
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Bitterstoffe, Saponine
Anwendungsgebiete: bei schlecht heilenden Wunden, in der Babypflege, bei trockener, rissiger Haut, Gallen- und Verdauungsbeschwerden
Anwendungsarten: Tee, Öl, Tinktur, Salbe, Creme, Umschläge

Wissenswertes:
Orangegelb leuchten die Blüten der Ringelblume fast den ganzen Sommer lang in vielen Gärten. Bis zu 60 Zentimeter hoch, ist die Pflanze für viele Gärtner ein willkommener Farbklecks. Willkommen ist vielen Menschen aber auch die wohltuende Wirkung, die die in den Blütenblättern enthaltenen Stoffe besonders bei Hautproblemen entfalten. Ob nach handwerklichen Tätigkeiten oder der Arbeit im Haushalt rauen und rissigen Händen, bei wunden Babypopos oder auf schmerzenden Blutergüssen – schon unsere Großmütter wussten, dass Zubereitungen aus den Blüten der Ringelblumensalbe hier schnell Linderung bringen.

Salbei


Wissenschaftlicher Name: Salvia officinalis
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, d-Kampfer, Gerbstoff, Harz
Anwendungsgebiete: Entzündungen im Mund-, Hals- und Rachenraum, starkes Schwitzen, Verdauungsbeschwerden
Verwendung: als Tee, in Tropfen, als Lutschbonbons

Wissenswertes:
Eigentlich im Mittelmeerraum heimisch, wächst der Salbei auch im heimischen Garten oder Blumentopf hervorragend. Im Sommer blüht er zartlila. Seine Blätter enthalten nicht nur zusammenziehende und desinfizierende Wirkstoffe, sondern verleihen zahlreichen Gerichten einen frisch-würzigen Geschmack.

Schafgarbe

Wissenschaftlicher Name: Achillea millefolium
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Azulen, Eukalyptol, Gerbstoffe, Flavone, Bitterstoffe
Anwendungsgebiete: Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, Appetitlosigkeit, Menstruationsbeschwerden, Wundheilung
Anwendungsarten: In Tee, Tinkturen, Salben

Wissenswertes:
Bauchwehkraut oder Frauenkraut sind volkstümliche Bezeichnungen für die Schafgarbe. Damit sind ihre Haupteinsatzgebiete in der Volksmedizin schon genannt. An nahezu jedem Feldweg und an Ackerrändern blüht die Schafgarbe mit weißen, aber auch rosa Dolden. Die Stängel sind zäh und hart, der Pflanzensaft schmeckt bitter, hilft jedoch bei vielen Arten von Bauchschmerz.

Soja


Wissenschaftlicher Name: Glycine max
Inhaltsstoffe: Isoflavone ("Phyto-Östrogene"), sekundäre Pflanzenstoffe
Anwendungsgebiete: Beschwerden in den Wechseljahren
Anwendungsarten: Tabletten, Dragees

Wissenswertes:
Soja ist ein vor allem im asiatischen Raum weit verbreitetes eiweißreiches Nahrungsmittel. Man hat festgestellt, dass Frauen in Ost- und Südostasien wesentlich seltener über die sogenannten Wechseljahrsbeschwerden klagen. Das wird auf deren sojareiche Ernährung zurückgeführt, über die diese Frauen täglich durchschnittlich 40 bis 50 Milligramm Isoflavone zu sich nehmen. In Europa nimmt eine Frau nur rund 5 Milligramm am Tag über die Nahrung zu sich. Klinische Studien haben gezeigt, dass die Isoflavone in Soja helfen können, Hitzewallungen zu verringern, Herz und Kreislauf zu stabilisieren und den Knochenstoffwechsel günstig zu beeinflussen.

Spitzwegerich


Wissenschaftlicher Name: Plantago lancoelota
Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C
Anwendungsgebiete: Husten und andere Beschwerden der oberen Luftwege, Wunden, Insektenstiche
Anwendungsarten: in Tee, Hustensaft und –tropfen, äußerlich in Salben

Wissenswertes:
Seine langen, schmalen und spitzen Blätter verraten ihn schon vor der Blüte: Der Spitzwegerich wächst in unseren Breiten an Wegrändern und Wiesenrainen. Seine hilfreichen Wirkstoffe stecken in den Blättern, die getrocknet in Hustentee verwendet werden. Kräuterkundige empfehlen bei kleineren Wunden, die man sich in freier Natur zuzieht, Spitzwegerichblätter zu zerkauen und die Masse auf die Wunde aufzubringen.

Süßholz

Wissenschaftlicher Name: Radix Liquiritiae
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Kumarine, Triterpensaponine)
Anwendungsgebiete: Schleimlösung im Bereich der Atemwege
Anwendungsarten: Einnehmen, Inhalieren und Auftragen auf die Haut

Wissenswertes:
Das Süssholz ist die Wurzel der subtropischen Süssholzpflanze.
Der Saft der Süssholzwurzel ist der Ausgangsstoff für Lakritze.
Süssholz ist aber auch eine vielseitige Heilpflanze.
Es hilft gegen Husten, Magengeschwüre und Kopfschmerzen und stärkt ausserdem niedrigen Blutdruck.
Mit seiner blutreinigend Fähigkeit ist das Süssholz auch ein wertvoller Begleiter bei Schlankheitskuren oder gegen rheumatische Erkrankungen.

Thymian

Wissenschaftlicher Name: Thymus vulgaris
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, u.a. Thymol, Kampfer, Carvacrol, Zineol, Geraniol, Limonen, Linalool, Menthon, Terpinen, Bitterstoff, Gerbstoff, Flavonoide, Cumarine, Harz, Saponin, Salicylate, Pentosane, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Zink
Anwendungsgebiete: Atmungsorgane, Verdauungssystem
Anwendungsarten: Tee, ätherisches Öl, Dampfbad

Wissenswertes:
Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion.
Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer läßt er kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten.
Die kleinen Blätter lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stengel rebeln und als Küchengewürz oder Tee verwenden. Povencalische Kochrezepte kann man sich ohne Thymian kaum vorstellen.
Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine grösste Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane.

Urea

Funktion im Körper: Harnstoff oder Kohlensäurediamid, lateinisch Urea, ist das Hauptendprodukt des Eiweißstoffwechsels bei Menschen und Säugetieren. Er wird aus Ammoniak und Kohlendioxid gebildet und zu 90 Prozent über die Nieren, die restlichen zehn Prozent über den Schweiß und Darmsekrete ausgeschieden.

Wissenswertes: Urea ist ein natürlicher Feuchtigkeitsfaktor unserer Haut und verbessert den körpereigenen Schutzfilm. Leidet man an Juckreiz durch trockene Haut, so lässt sich oft ein Mangel an Harnstoff nachweisen.

Weide

Wissenschaftlicher Name: Salix alba
Inhaltsstoffe: Glykosid Salicin, Salizylsäure, Gerbstoffe, Gerbsäure
Anwendungsgebiete: fieberhaften Erkältungskrankheiten
Anwendungsarten: Tee, Tinktur

Wissenswertes:
Die Weide ist ein verbreiteter Baum oder Strauch, der bevorzugt an Gewässern wächst. Der Hauptwirkstoff der Weide ist Salicin, das auch heute noch in synthetischer Form im verbreiteten Schmerzmittel Aspirin Anwendung findet.
Früher als es noch keine Schmerztabletten gab, haben die Menschen Weidenrindentee getrunken, wenn sie Fieber oder Schmerzen hatten.

Zink

Funktion im Körper: Als essentielles Spurenelement wichtig für den Vitamin A-, den Kohlenhydrat- und den Fettstoffwechsel, für Zellwachstum, Zelldifferenzierung sowie den Hormonhaushalt und die Immunabwehr

Wissenswertes:
Als Schwermetall ist Zink für das reibungslose Funktionieren des Körpers ein echtes Schwergewicht. Es greift in alle wichtigen Stoffwechselfunktionen ein und hat als Bestandteil von Salben und Cremes schon so manchen wunden Kinderpopo wieder rosig und zart gemacht. Weil der Körper Zink anscheinend nicht speichern kann, ist die regelmäßige Zufuhr von außen wichtig, denn der Bedarf liegt bei Jugendlichen und Erwachsenen bei etwa 7 bis 10 Milligramm täglich. Schwangere und Stillenden brauchen etwas mehr, Kinder etwas weniger.